Als ich schwanger wurde, war ich natürlich voller Emotionen, von denen die meisten positiv waren. Aber ich hatte auch einige Fragen und Ängste. Eine davon war, wie mein Körper mit der Schwangerschaft umgehen würde, wenn ich an Gewicht zunehmen würde. Und natürlich fragte ich mich ob ich Schwangerschaftsstreifen bekommen würde. Ich hatte in der Pubertät viele Dehnungsstreifen bekommen, weil ich sehr schnell an Gewicht zugenommen hatte. Und die Narben an Schenkeln und Hintern sieht man leider bis heute.

Nach vielen Recherchen zu Dehnungsstreifen und einigen Monaten Praxiserfahrung später habe ich noch immer keine Schwangerschaftsstreifen bekommen. Und deshalb habe ich beschlossen, meine Erkenntnisse und Tipps hier auf meinem Blog zusammenzufassen und zu teilen.

Hinweis: dieser Blogpost enthält Affiliate Links, um die Kosten der Website zu decken.

Man kann seine Gene nicht ändern…

Dehnungsstreifen entstehen, wenn sich die Haut über die natürliche Flexibilität hinaus ausdehnen muss. Meist geschieht dies während des Wachstums oder starker Gewichtszunahme. Sowohl Männer als auch Frauen können Dehnungsstreifen bekommen, obwohl Frauen eher dazu neigen.

Das Bindegewebe der Haut von Frauen ist im Durchschnitt etwas schwächer, wodurch die Haut weniger dehnbar und geschmeidig ist. Daher haben sie häufiger Cellulite oder Schwangerschaftsstreifen.

Die schlechte Nachricht zuerst: Ob man mehr oder weniger zu Dehnungsstreifen neigt, wird von der Genetik bestimmt. Und leider kann man die Gene nicht per se ändern. Wenn Sie also in der Vergangenheit Dehnungsstreifen hatten, werden Sie diese wahrscheinlich eher wieder bekommen. Dies ist jedoch nicht das Ende der Geschichte.

… Aber man kann mit seinem Körper arbeiten

Die gute Nachricht ist, dass man durchaus verschiedene Dinge tun kann, um Schwangerschaftsstreifen zu verhindern oder deren Erscheinungsbild zu verringern. Die meisten dieser Tipps und Tricks sind leicht zu implementieren und sind auch nicht teuer. Sie erfordern jedoch eine gewisse Disziplin und Konsequenz in der Schwangerschaft.

1) Nur allmählich an Gewicht zunehmen

Wenn Sie zuvor ein gesundes Körpergewicht hatten, sollten Sie während der Schwangerschaft insgesamt etwa 10 bis 15 kg zunehmen. Obwohl die Gewichtszunahme während der Schwangerschaft gesund und normal ist, ist es keine Entschuldigung, einfach zu essen, was immer Sie möchten. Abgesehen von der Tatsache, dass eine zu große Gewichtszunahme während der Schwangerschaft ungesund ist und nicht empfohlen wird, kann eine zu schnelle Gewichtszunahme Dehnungsstreifen verursachen.

Eine der besten Tipps, um Schwangerschaftsstreifen zu vermeiden, ist daher nur allmählich an Gewicht zuzunehmen und innerhalb der empfohlenen Bandbreiten zu bleiben.

Hier gibt es einen online Rechner für die empfohlene Gewichtszunahme in der Schwangerschaft.

Wie können Sie Ihr Gewicht effizient kontrollieren?

  • Steigen Sie regelmäßig auf die Waage
  • Ernähren Sie sich gesund und ausgewogen

Wichtige Notiz am Rande: Zu schnelle Gewichtszunahme kann auch ein Zeichen für übermäßige Wassereinlagerung sein. Dies kann ein Symptom einer Präeklampsie sein, die eine gefährliche Schwangerschaftserkrankung darstellt. Durch die regelmäßige Beobachtung Ihres Gewichts können Sie auch frühzeitig die Symptome für diese Erkrankung erkennen.

2) Massieren Sie regelmäßig Ihren Bauch mit speziellen Ölen gegen Schwangerschaftsstreifen

Es gibt viele Cremes, Öle und Lotionen, die versprechen, Schwangerschaftsstreifen zu verhindern. Und obwohl noch keine Studie gezeigt hat, dass das ultimative Wundermittel für Dehnungsstreifen existiert, gibt es doch einige Vorteile. Regelmäßige Massagen helfen, die Haut dehnbarer und das Bindegewebe elastischer zu machen.

Darüber hinaus können die Öle und Cremes dazu beitragen, die Narben weniger sichtbar zu machen. Obwohl sie leider nie vollständig verschwinden werden.

Hier sind meine Lieblingsöle für eine regelmäßige Bauchmassage:

Bi-Oil ist ein sehr bekanntes Mittel gegen Narben und wahrscheinlich das beliebteste Dehnungsstreifenöl überhaupt. Es ist in verschiedenen Größen erhältlich und ich liebe besonders die 60ml-Reisegröße für unterwegs.

Das natürliche Dehnungsstreifenöl von Weleda ist mein zweiter Favorit. Es ist eine super Alternative, wenn Sie Naturkosmetik benutzen wollen. Es ist jedoch etwas teuer. Außerdem gibt es von Weleda ein Dammmassageöl, das ich ab dem 3. Trimester verwenden werde.

Retin-Oil vom Hautpflegestart-up Deciem enthält Retinol, was besonders dann hilft, wenn die Dehnungsstreifen bereits vorhanden sind. Es ist jedoch kein gutes Öl für die Schwangerschaft, sondern eher für nach der Geburt.

Der Hauptgrund ist der Schlüsselbestandteil Retinol. Retinol ist eine Form von Vitamin A. Überdosierung von Vitamin A kann Geburtsfehler des Fötus verursachen. Obwohl die Dosierung von Retinol im Öl relativ niedrig ist und erste Studien gezeigt haben, dass die oberflächliche Anwendung von Retinol während der Schwangerschaft nicht gefährlich ist, gibt es immer noch nicht genügend wissenschaftliche Studien, um es während der Schwangerschaft zu empfehlen.

Ich würde also auf der sicheren Seite bleiben und dieses tolle Öl erst verwenden, nachdem Sie Ihren kleinen Sonnenschein zur Welt gebracht haben.

3) Tragen Sie ein spezielles Stützband, um Dehnungsstreifen zu vermeiden

Ich teste gerade ein Bauchband von Secret Saviours. Es hat innen kleine Gumminoppen. Diese Noppen helfen, den Bauch zu „greifen“ und sein Gewicht besser zu verteilen. Dadurch wird auch der untere Rücken entlastet. Die Hersteller behaupten, dass 82% der Frauen, die dieses Band verwendet haben, haben keine Dehnungsstreifen bekommen haben. Bis jetzt bin ich unter diesen 82%, habe keine Schwangerschaftsstreifen und werde darüber weiterhin berichten.

Das Kit wird mit einem Tagesgel, einer Nachtcreme und einem Bauchband geliefert. Es gibt verschiedene Größen und Farben, so dass es immer perfekt zu Ihrem Bauch passt.

Haben Sie noch weitere Tipps gegen Schwangerschaftsstreifen? Dann hinterlassen Sie mir doch einen Kommentar!